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Culture Kultür
bei
SoS-Radio
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Ihr letztes Album
”Spirit” war die langersehnte Rückkehr von Culture Kultür,
fünf Jahre nach ihrem letzten Werk. Diese Band zaubert uns einen
perfekten Mix aus Melodien, club-orientierten Rhythmen, düsteren
Kadenzen und Texten, die von der täglichen Realität
inspiriert sind. Aber sie haben mehr zu bieten als nur die klassischen
Tanzflächentracks, die die Band so bekannt gemacht haben: Man
findet einen Zugang zu getrageneren Stücken, die überraschen
und zugleich bewegen. Es ist das Gesamtbild: Die schweren Beats,
einprägsamen Refrains, realitätsnahen Texte und Ansichten
machen die Band zu einem Glanzpunkt der Elektropop-Kultur.
Zu
den bekanntesten südeuropäischen Electro-Acts zählen die
aus dem spanischen Malaga stammenden CULTURE KULTÜR. Die Band mit
dem leicht seltsamen Namen hat ihrem neuen Album, das nach
fünf-jähriger Pause erscheint, den Titel "Spirit" verliehen
und zu hören gibt es darauf lupenreinen Future Pop, der besonders
bei Fans von VNV NATION, ICON OF COIL oder auch WOLFSHEIM Anklang
finden dürfte.
Sie sind selten geworden, diese Klänge, die aus leicht trancigen
Sounds und poppigen Strukturen bestehen, in letzter Zeit bestimmten
Aggrotech-, Hellectro- und Dark Electro-Sounds das Gros der
Neuerscheinungen. Der Future Pop scheint seine Hochzeiten bereits
hinter sich zu haben und so erklingt "Spirit" schon fast wieder frisch.
Glasklar produziert und über weite Strecken tanzbar
präsentiert sich das Songmaterial und wird von der angenehmen
Stimme von Sänger Salva Maine getragen - der seine Herkunft aber
mit einem leichten Akzent nachweist. Das kann man als leicht
störend empfinden, es trübt den Gesamteindruck des Albums
aber eigentlich nicht.
Tempomäßig bewegt sich gut die Hälte der Tracks im
flotteren Bereich, "Never Again" ist darunter der kraftvollste. Mit dem
dramatischen "Sieged" und dem ebenfalls gut gefallenden "Blind Man"
gelingt darüber hinaus ein überaus ordentlicher Einstieg in
das Album, die folgende Coverversion des JOY DIVISION-Evergreens "Love
Will Tear Us Apart" ist dagegen eher verzichtbar. Düsterer und
langsamer wird es mit "Dead Second", in eine ähnliche Richtung
geht "My Voice". Das Mitteltrippel von "Drum Machine" bis "Toxic Pulse"
bietet ordentliche Standard-Future Pop-Kost, ist aber tendenziell
unauffällig. Bleiben mit "Silence" und "I Found You" noch zwei
balladeske Stücke, von denen letztgenanntes zwar das bessere ist,
an ein "Illusion" von VNV NATION reichen beide aber bei weitem nicht
heran.
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