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.:: Text Interview
Patenbrigade Wolff
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Artist: Patenbrigade Wolff
Interview: zum neuen Album "Baustoff -
Popmusik für Rohrleger"
Astrid nahm sich Lance und Sven von
Patenbrigade: Wolff zur Seite und
quetschte sie ordentlich aus. Was die Jungs über die DDR denken,
wie
Dr. Benecke auf die Jungs gestoßen ist, was es mit Pro 7 auf sich
hat
und was es zum Bundes Vision Song Contest zu berichten gibt, all das
könnt ihr im folgenden Interview lesen....
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Hallo
Lance, hallo Sven. Danke, dass ihr euch die Zeit nehmt, uns ein paar
Fragen zu beantworten.
Lance: Hallo, sehr gerne. Wir haben uns extra
die Zeit genommen. Für euch doch immer.
Stellt euch doch zu
Beginn erst einmal gegenseitig vor.
Lance: Also
mir gegenüber sitzt Sven Wolff, auch S. Wolff genannt. Als Person
kenne
ich ihn seit 15, 16 Jahren. Ja, er ist ein toller Typ und irgendwann
haben wir uns gedacht: Wenn man schon zusammen immer wegfährt,
zelten
geht und gemeinsam in der Badewanne sitzt, dann kann man auch mal Musik
zusammen machen und ein paar Alben zusammen aufnehmen. Mehr fällt
mir
zu Sven auch gar nicht ein. Er ist immer sehr ruhig.
Sven: Ich
fand es ganz nett, als Lance mich gefragt hat, ob wir das denn zusammen
machen wollen und ob ich denn eine Idee hätte. (Lance: In der
Badewanne! *lacht*). Dann kam ich darauf, dass wir beide eine Band
gründen könnten und dann haben wir das gemacht.
Lance: Genau, so einfach ist das!
Und wie hat dann
alles bei euch begonnen, auch in der Badewanne?
Lance: So
ähnlich. Wir kennen uns ja, wie gesagt, schon ein bisschen
länger und
haben auch schon immer ein Fable für diese ganzen
Baustellenapplikationen und –geräte, und Alles, was damit zu tun
hat.
Das ist auch bedingt durch meinen Familienkreis. Mein Onkel ist
Turmdrehkranführer, mein Opa war Baustellenoffizier. Und wir haben
uns
auch als jüngere Leute mehr auf Baustellen rumgetrieben, als auf
Spielplätzen. Deswegen hat sich das dann so ergeben, dass wir in
der
Musik diese ganze Thematik integriert haben.
Sven: Lances’
Onkel hat uns mal erzählt, dass er sehr viel Zeit hat in seinem
Kran verbringt, wenn er auf Aufträge warten muss. Er guckt dann so
rum,
was unter ihm passiert und hat ja auch einen super Ausblick. Was dabei
eigentlich noch fehlte, wäre ein bisschen Musikuntermalung. Da er
das
auch kannte, was ich vorher gemacht hatte und ihm das sehr gefiel,
kamen wir auf die Idee, ihm ein Tape zu machen. Er hat sich das dann
auch angehört und die Kollegen fanden das auch sehr gut. Die haben
das
kopiert und herum gegeben, sodass wir dann gedacht haben, wir sollten
da mehr draus machen. So ist das Projekt entstanden.
Arbeitet ihr denn
selbst auch auf dem Bau?
Sven: Na ja, wir selbst sind ja mit
Recherchieren beschäftigt..
Lance: ...und
haben absolut keine Zeit, uns auch noch auf dem Bau
herumzutreiben, nachdem das mit der musikalischen Arbeit so
Überhand
genommen hat. Generell hätte mich aber meine Familie als
Nachfolger auf
dem Bau gerne gesehen, ja. Aber ich wollte daraus nicht unbedingt einen
Broterwerb machen. Da war ich froh, Sven kennen gelernt zu haben, der
mich aus diesem Sumpf rausgerissen hat *lacht*.
Was inspiriert euch,
oder ist die Baustelle die einzige Quelle, die euch inspiriert?
Sven: Das
ist ja ein sehr weitläufiges Thema. Zuerst war es wirklich nur die
Baustelle und die Sachen, die uns der Onkel von Lance so erzählt
hat –
was da alles so passiert und was es so für Maschinen und
Abläufe gibt.
Auch die ganzen Bauunfälle, die ja auf dem neuen Album eine Rolle
spielen, sind eigentlich schon unsere Inspirationsquelle. Das kann man
schon so sagen, ja.
Euer Stil ist ja
bunt gemischt und sehr vielseitig. Wie würdet ihr ihn selbst
beschreiben?
Lance: Na
ja, wir haben von Vornherein immer darauf Wert gelegt und immer unsere
Musik auch von Anfang an schon selbst beschrieben, weil die Fragen
natürlich immer aufkommen. Also wir haben 2001 mit „Ambient
für
Turmdrehkranführer“ angefangen. Dann haben wir uns langsam in den
„Elektro für Baustellenoffiziere“ hineingesteigert und danach
Club-Tracks für Elektroinstallateure gemacht. Da aber jedes Genre
und
jede Musikrichtung auf Dauer langweilig wird, haben wir uns jetzt
einfach dem Rohrleger-Genre verschrieben und machen jetzt einfach mal
Popmusik. Sozusagen ist alles in den letzten neun Jahren, seitdem es
Patenbrigade gibt, abgearbeitet worden.
Habt ihr einen
einheitlichen Namen für euren Stil parat, oder macht ihr einfach
Abstecher in jedes Genre alle paar Jahre?
Sven: Ja,
würde ich schon sagen, da es doch zu verschieden ist. Die drei
Bereiche, die Lance gerade genannt hat, sind schon die Etappen, die wir
bis jetzt durchlaufen haben.
Lance: Und
sie spiegeln eigentlich auch sehr unseren musikalischen Stil wider.
Jetzt momentan hören die Leute immer noch Mainstream heraus, aber
Mainstream ist für uns ja Elektro, Ambient und Popmusik zusammen.
Habt ihr denn
musikalische Vorbilder? Wenn ja, inwieweit beeinflussen die euren Stil?
Sven: Natürlich
haben wir auch Vorbilder, hauptsächlich aus dem
elektronischen Bereich. Kraftwerk ganz klar, zum Beispiel. Gerade beim
letzten Album ist auch sehr viel Schiller rauszuhören. Delirium
ist
auch eins.
Lance: Manche
sagen sogar: Jean Michel Jarre. Den finde ich jetzt persönlich
auch ganz gut. Und natürlich bleibt ja nicht außen vor:
Depeche Mode.
Das hört man nicht so offensichtlich raus, aber das ist eine Band,
die
uns natürlich sehr geprägt hat.
Außer dem
Thema Baustelle behandelt ihr ja auch den Themenschwerpunkt DDR.
Könnt ihr uns etwas dazu sagen?
Sven: Dazu
kamen wir bei unseren Recherchen auf der Baustelle. Ein älterer
Arbeiter fing mal an, davon zu erzählen, was die Bauarbeiter
früher in
der DDR so gemacht haben. Dabei kam das Gespräch auch auf die
Arbeiteraufstände 1953 in Ostberlin. Die Arbeiter sind auf die
Straße
gegangen und sagten, sie wollen ein anderes System. Das alles ging von
einer Baustelle auf der Stalinallee aus. Da habe ich mir gedacht, das
ist ja ein super Thema für uns, das passt perfekt. Ich hab das
weiter
recherchiert und von da aus kamen wir dann auf das ganze DDR-Thema mit
Stasi und allem, was dazu gehört. Und ich finde immer noch, dass
das
sehr gut zu uns passt. Wir haben das ja auch selbst – nicht im extremen
Ausmaß – noch miterlebt und wissen auch, worum es da geht.
Wenn wir bei dem
Thema sind: Vor 20 Jahren war der Mauerfall. Welche Erinnerungen habt
ihr daran?
Lance: Ich
war erstmal sauer, dass ich kein Begrüßungsgeld abbekommen
habe. Das
hat meine Mutter für mich verwertet. Ich hab ein paar Bananen und
ein
Überraschungs-Ei bekommen. Das ist eigentlich die schlimmste
Erinnerung, die ich daran habe. Und außerdem weiß ich noch,
wie ich an
der Glienicker Brücke gestanden und auf meinen Kumpel gewartet
habe.
Der war zwei Jahre älter und durfte schon rüber. Ich hab dann
drei,
vier Stunden gewartet, bis er wiederkam und mir auch was mitgebracht
hatte. Das sind so meine Erinnerungen.
Sven: Ja
und ich hatte gerade meinen Ausweis bekommen und durfte dann auch
sofort rüber. Ich hab auch sofort die 100 Mark einstecken
dürfen und
die dann komplett in Platten umgelegt.
Zurück in die
Gegenwart: Am 09.11. war der 20. Jahrestag des Mauerfalls. Wie denkt
ihr heute darüber?
Lance: Na, heute denke ich so darüber, dass
ich damals hätte mitkommen sollen. *lacht*
Aber
um
ehrlich zu sein, denke ich nicht mehr darüber nach. Ich bin froh,
dass
es passiert ist und dass es auch im richtigen Alter passiert ist. Ich
war damals gerade 12. Somit habe ich geistig zwar die DDR mitbekommen,
aber auch im richtigen Alter den Absprung geschafft. Nach 20 Jahren bin
ich auch immer noch dankbar, dass wir das so hinbekommen haben, dass
sich alles friedlich gelöst hat. So wie ich mich heute als Person
einschätze, wäre ich heute irgendwo in Bautzen oder
hätte zumindest
versucht, abzuhauen. Aber ich bin froh, dass heute alles so ist, wie es
jetzt gerade ist.
Sven: Dem hab ich nichts hinzuzufügen.
Ihr habt ja
bis zum Release eures 5. Studioalbums den gesamten Back-Katalog zum
kostenlosen Download zur Verfügung gestellt. Welche Idee steckte
dahinter?
Sven: Da
steckt eigentlich mehr eine Einstellung dahinter. Ich zumindest bin der
Meinung, dass Musik an sich nicht bezahlt werden sollte. Früher
war es
ja so, dass man Musik nur auf irgendwelchen Tonträgern weitergeben
konnte. Jetzt durch das Medium Internet braucht man keinen
Tonträger
mehr. Man hat auch keine Kosten mehr dafür, die Musik zu
verteilen.
Deshalb finde ich, soll Jeder, der unsere Musik hören möchte,
dies auch
tun und die auch weitergeben. Mich als Musiker freut es natürlich,
wenn
sich Leute damit beschäftigen. Da soll auch deswegen keiner
kriminalisiert werden oder ein schlechtes Gewissen haben. Die Leute
sollen einfach die Musik hören und die schön finden oder auch
nicht.
Als
ich
`91/ `92 angefangen habe, Musik zu machen, hätte man sonst was
für die
Möglichkeit gegeben, so etwas wie das Internet zu haben. Damals
war man
einfach scharf darauf, ein Label zu kriegen. Nicht, weil man sich dumm
und dämlich verdienen will, sondern weil es die einzige
Möglichkeit
war, Musik bekannt zu machen. Jetzt haben wir diese Möglichkeit.
Viele
Leute vergessen aber völlig, worum es eigentlich geht und sind nur
scharf darauf, möglichst viel Geld zu verdienen. Ich finde aber,
die
Leute sollten sich darauf besinnen, worum es eigentlich geht. Das
drücken wir halt damit aus, indem wir sagen: Die Leute können
sich
alles bei uns runterladen, können die Musik hören und wir
freuen uns
drüber.
Lance: Aber nur noch für eine unbestimmte
Zeit! *lacht*
Danach muss man euch
wieder zu kaufen?
Lance: Na ja, mal schauen, wie das Label dazu
steht.
Euer neues Album
nennt sich ja „Baustoff – Popmusik für Rohrleger“. Gibt es bei den
Tracks so etwas wie einen roten Faden?
Sven: Der
rote Faden ist eigentlich die Benecke-Tracks, wo unser „Betriebs-Arzt“
Dr. Mark Benecke Bauunfälle vorliest. Die haben sich auch in der
Realität tatsächlich so zugetragen. Diese Tracks halten das
Album
praktisch zusammen. Das wäre also der rote Faden, der sich durch
das
Album zieht, während die Tracks mit den Gastsängern ja ein
bisschen
„vom Schuss ab“ sind. Wir haben ihnen bei den Texten freie Hand
gelassen und sagten: „Singt, was euch beschäftigt.“ Das haben sie
auch
gemacht, sodass diese Tracks nicht ganz so zu dem Thema passen, das wir
sonst behandeln. Die Benecke-Tracks bringen da wieder eine Linie rein.
Ihr habt ja sehr
viele Gastsänger eingeladen. Wie seid ihr auf die Leute gekommen?
Sven: Ganz
unterschiedlich. Leute wie André Hartung, Antje Dieckmann und
Julia
Beyer kennen wir persönlich. Da beschäftigt man sich halt
auch mit
deren Musik und überlegt, dass würde ganz gut passen. Wir
haben sie
dann gefragt, ob sie mitmachen würden und sie haben sofort
zugesagt.
Andere, wie z. B. Antje Schulz – das ist meine persönliche
Lieblingssängerin – mussten wir natürlich auch fragen. Ich
bin Chandeen
Fan seit dem ersten Album. Nadine Stelzer hat ja damals bei In Strict
Confidence mitgesungen. Danach hat man nicht mehr soviel von ihr
gehört. Wir haben sie irgendwie wieder ausfindig gemacht und sie
war
auch gerne sofort dabei.
Und wie kam der
Kontakt zu Dr. Mark Benecke zustande?
Lance: Der
ist schon immer ein großer Fan uns gewesen. Das sagt er ja auch
überall, wo er nur kann. Vor ein paar Jahren hat er bei uns was im
Shop
bestellt, das war nicht wenig. Da hatten wir den Namen dann schon mal
gelesen. Er ist ja auch Moderator bei „Radio Eins“. Dort hat er uns
auch öfter gespielt und uns direkt darüber informiert. Das
fanden wir
natürlich sehr gut. Über den Kontakt zu Sarah Noxx – weil
die beiden
sich auch kennen – kam er dann zu uns ins Studio und sagte: „So, jetzt
bin ich schon mal da. Jetzt müssen wir auch mal ein Album zusammen
machen.“ Also er ist einfach großer Fan und findet Typen wie uns
cool.
Wir finden ihn auch cool, also passte das super.
Ihr habt ja
gerade erwähnt, dass ihr den Gastsängern so ziemlich freie
Hand
gelassen habt. Könnt ihr uns trotzdem ein kurzes Statement zu den
einzelnen Songs geben?
Sven: Können wir probieren, klar.
Für den
Anfang nehme ich einmal den Song „Das Kraftfeld“, den André
Hartung
singt. Der Track hat einen ziemlich interessanten Text. Könnt ihr
uns
was dazu sagen?
Sven: Wie
gesagt, die Texte haben die Sänger alle selbst gemacht. Als er mir
das
vorgesungen hatte, habe ich überhaupt nicht verstanden, worum es
eigentlich geht *lacht*. Nachdem er es mir erklärt hatte, fand ich
es
dann eigentlich ganz interessant. Also es geht um eine Science Fiction
Vision, in der die Reste der Menschheit in einem Raumschiff unterwegs
sind und gar nicht mehr so genau wissen, warum sie eigentlich unterwegs
sind und dass die Erde kaputt ist. Sie sitzen alle auf ihren gepackten
Koffern, fliegen durch die Gegend und sind völlig planlos.
„Fehler 404“ feat.
Stefan Leukert...
Sven: Da
kann ich zum Text nicht soviel sagen. Da fällt mir nur ein, dass
es der
letzte Track war, den ich für das Album gemacht hatten. Mit meiner
alten Band „Golden Apes“ hatten wir einmal ein Konzert mit Stefans Band
„Decades“ zusammen. Ich kannte ihn vorher schon persönlich, hatte
aber
nie gewusst, was er eigentlich für Musik macht. Dann habe ich ihn
gehört, fand seine Stimme toll und habe ihm einen Track gemacht,
von
dem ich dachte, dass seine Stimme gut dazupasst. Er fand das auch super
und so ist das Ganze dann entstanden.
Dann hab ich noch
„Voyage“ mit Antje Dieckmann...
Sven: Das
war einer der ersten Tracks, die ich für das Album gemacht habe.
Antje
Dieckmann kenne ich ja nun sehr gut und wollte mal ausprobieren, wie es
wirkt, ihre Stimme zu so einem elektronischen Track zu hören. Sie
macht
ja eigentlich Lesungen und singt Chansons mit Gitarrenbegleitung. Das
ist ja was völlig Anderes.
Lance: Der
Song ist sogar für eine Auskopplung angedacht. Ein Cover gibt es
schon.
*lacht*. Jetzt arbeiten wir noch an ein, zwei Mixen und dann wird es
auch noch als Single rauskommen.
Im Mai 2008
wählte der deutsche TV-Sender Pro 7 euer Album „Demokratischer
Sektor“
zu den Top 16 Neuerscheinungen des Monats. Wie kam es dazu und wie war
das für euch?
Lance: Wie
es dazu kam, wissen wir nicht. Die haben einfach unser Album bekommen,
sich das angehört und dann wahrscheinlich gesagt: Das ist ja so
krass
und anders, als die anderen Sachen, die wir so bringen, das müssen
wir
einfach mit rein nehmen. Also wir haben danach kein Interview mit den
Machern von der Pro 7 Sendereihe geführt. Die haben uns einfach
den
Link zugeschickt nach dem Motto „Hier guckt mal, wir haben das
gemacht“. Da war sogar auch noch eine Kontonummer bei, die ich aber
nicht bedient habe. *lacht*
Darüber
haben wir uns aber natürlich gefreut. Ich meine, im Monat kommen
vielleicht so um die 1500 Platten raus und wenn Pro 7 16 daraus
auswählt und wir darunter sind, ist das schön. Dazu muss man
sagen,
dass es aber auch nur auf der Webseite war und wir nicht in den
Nachrichten waren oder unser Album bei Gallileo mystisch auseinander
genommen wurde.
Aber
unser
Label weiß immer, solche Sachen gut auszuschlachten und für
uns war das
natürlich gut. Pro 7 sieht immer gut aus – auf dem Briefpapier
oder in
den Referenzen.
Ziel
ist
jetzt, in die Top 8 der Pro 7 Neuerscheinungen zu kommen und irgendwann
einmal auch bei dem Bundesvision Songcontest zu spielen.
Was macht ihr
eigentlich neben Patenbrigade: Wolff, oder seid ihr Vollzeitmusiker?
Lance: Also
wir sind sozusagen „Recherchisten“ *lacht*. Ich habe gestern sechs
Pakete angenommen und dazu kann ich jetzt mal eine kleine Geschichte
erzählen. Als ich die Pakete von DHL angenommen habe, kommt meine
Nachbarin raus und fragt: „Was machen sie hier eigentlich; Was nehmen
sie an; Was ist denn da drin?“ *lacht*. Ich hab gesagt: „Da sind so
Hefte drin.“ – „Und was machen Sie; Was soll das Alles?“ – „Na ja, ich
bin ääh.. Überlebenskünstler.“ – „Ah,
Überlebenskünstler“ sagt sie;
„Davon hab ich schon mal gehört. Das soll nicht schlecht sein.“
Ja,
dann hab ich erklärt, was ein Überlebenskünstler so
alles macht, also
alles eigentlich; Hauptsache, er überlebt. In dem Sinne bin ich
halt so
ein Allesmacher und versuche, damit über die Runden zu kommen. Zum
Beispiel Barkeepen, Kellnern, aber auch andere Bands unterstützen,
Magazine basteln, usw. Das mache ich, sogar Vollzeit.
Sven: Ich bin Vollzeitmusiker.
Jetzt hatten
wir ja das Vergnügen, euch auf der Releaseparty am 12.12.2009 im
Berliner K17 sehen zu dürfen. Für alle, die euch aber nicht
live sehen
können; beschreibt doch mal, wie man sich euch live vorstellen
kann.
Sven: Generell
versuchen wir schon, eine Großbaustelle, nicht nur
musikalisch, sondern auch optisch auf die Bühne zu bringen. Das
heißt,
dass Lance und ich als Baustellen-Chefs an den Instrumenten agieren und
noch zwei, drei Azubis da sind, die die niederen Arbeiten für uns
verrichten müssen. Ein bis zwei Gastsänger haben wir auch
immer dabei.
Wir versuchen auch, diese Vielfalt, die wir in unserer Musik haben –
also von den Ambient-, über die Club-Tracks bis hin zu Popmusik –
auch
so auf der Bühne umzusetzen, sodass es nicht langweilig wird. Ich
finde, bei manchen Konzerten, die ich so besuche, da geht es zwar ganz
gut los, aber dann passiert auch nichts mehr. Die Musik bleibt gleich,
die Show bleibt gleich. Das wollen wir nicht. Wir wollen halt, dass auf
der Bühne immer etwas los ist.
Habt ihr Pläne
für 2010?
Lance: Da
können wir noch gar nicht so viel zu sagen. Wir sind immer noch
dabei,
das Album zu promoten und sind erst einmal allein damit
beschäftigt.
Das wird wohl auch noch bis Februar so gehen. Und dann bestimmen ja
meistens unsere Fans immer, wie es weiter geht, indem immer Fragen
kommen, wie es denn weiter geht und auch Vorschläge, was wir
machen
könnten. So entscheiden wir meistens den Fans zuliebe, welche
Songs wir
wie auskoppeln. So schnell wird aber erstmal kein neues Album mehr
kommen. Wir werden jetzt erst einmal viel live spielen und das Album
promoten. Und dann mal schauen, welche Kooperationen noch so entstehen.
Das war auch meine
letzte Frage. Wollt ihr noch irgendwas loswerden?
Lance: Eigentlich
nicht, außer dass ich froh bin, Sven kennen gelernt zu
haben, mit ihm erfolgreich das Jahr 2009 beenden können zu haben
und
genauso erfolgreich in das neue Jahr gestartet zu sein. Das ist mein
Schlussplädoyer und jetzt dürfen die Geschworenen entscheiden
*lacht*.
P:W @ MySpace

http://www.myspace.com/patenbrigadewolff
P:W @ www

http://www.patenbrigade.com
by
PromoFabrik – Dezember 2009
Interview
& Text: Astrid Kerber
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