Header
Jeden Abend Live-Sendungen ::: Moderatoren zur Team-Verstärkung gesucht ::: Andere grüssen über die Grussbox ::: Mitchatten und dabeisein über den Chat ::: SOS-Radio goes Mobile unter 0931 - 66399 2059 ::: Sponsoren wanted :: Radio & more

Navigation  

  Aktuelles
  Newsletter
  Interviews

Sender

  Das Team
  Empfang & Cam
  Sendeplan
  Wunsch-/Grussbox
  Fanshop

Die Community

  Der Chat
  Das Forum
  Gästebuch
  Die Bash
  Statistiken


  Location
  Wer war dabei
  Bilder-Galerie

Partner

  Sponsoren & Partner
  MySpace
  SOS Banner

Rechtliches

  Impressum
  Disclaimer
  Kontakt


  Copyright by SOS-Radio.net
 


   
  
Interviews
 











.:: Text Interview Patenbrigade Wolff







Patenbrigade Wolff
Artist:
Patenbrigade Wolff


Interview: zum neuen Album "Baustoff - Popmusik für Rohrleger"

Astrid nahm sich Lance und Sven von Patenbrigade: Wolff zur Seite und quetschte sie ordentlich aus. Was die Jungs über die DDR denken, wie Dr. Benecke auf die Jungs gestoßen ist, was es mit Pro 7 auf sich hat und was es zum Bundes Vision Song Contest zu berichten gibt, all das könnt ihr im folgenden Interview lesen....





Hallo Lance, hallo Sven. Danke, dass ihr euch die Zeit nehmt, uns ein paar Fragen zu beantworten.


Lance: Hallo, sehr gerne. Wir haben uns extra die Zeit genommen. Für euch doch immer.

Stellt euch doch zu Beginn erst einmal gegenseitig vor.

Lance: Also mir gegenüber sitzt Sven Wolff, auch S. Wolff genannt. Als Person kenne ich ihn seit 15, 16 Jahren. Ja, er ist ein toller Typ und irgendwann haben wir uns gedacht: Wenn man schon zusammen immer wegfährt, zelten geht und gemeinsam in der Badewanne sitzt, dann kann man auch mal Musik zusammen machen und ein paar Alben zusammen aufnehmen. Mehr fällt mir zu Sven auch gar nicht ein. Er ist immer sehr ruhig.
Sven: Ich fand es ganz nett, als Lance mich gefragt hat, ob wir das denn zusammen machen wollen und ob ich denn eine Idee hätte. (Lance: In der Badewanne! *lacht*). Dann kam ich darauf, dass wir beide eine Band gründen könnten und dann haben wir das gemacht.
Lance: Genau, so einfach ist das!

Und wie hat dann alles bei euch begonnen, auch in der Badewanne?

Lance: So ähnlich. Wir kennen uns ja, wie gesagt, schon ein bisschen länger und haben auch schon immer ein Fable für diese ganzen Baustellenapplikationen und –geräte, und Alles, was damit zu tun hat. Das ist auch bedingt durch meinen Familienkreis. Mein Onkel ist Turmdrehkranführer, mein Opa war Baustellenoffizier. Und wir haben uns auch als jüngere Leute mehr auf Baustellen rumgetrieben, als auf Spielplätzen. Deswegen hat sich das dann so ergeben, dass wir in der Musik diese ganze Thematik integriert haben.
Sven: Lances’ Onkel hat uns mal erzählt, dass er sehr viel Zeit hat in seinem Kran verbringt, wenn er auf Aufträge warten muss. Er guckt dann so rum, was unter ihm passiert und hat ja auch einen super Ausblick. Was dabei eigentlich noch fehlte, wäre ein bisschen Musikuntermalung. Da er das auch kannte, was ich vorher gemacht hatte und ihm das sehr gefiel, kamen wir auf die Idee, ihm ein Tape zu machen. Er hat sich das dann auch angehört und die Kollegen fanden das auch sehr gut. Die haben das kopiert und herum gegeben, sodass wir dann gedacht haben, wir sollten da mehr draus machen. So ist das Projekt entstanden.

Arbeitet ihr denn selbst auch auf dem Bau?

Sven: Na ja, wir selbst sind ja mit Recherchieren beschäftigt..
Lance: ...und haben absolut keine Zeit, uns auch noch auf dem Bau herumzutreiben, nachdem das mit der musikalischen Arbeit so Überhand genommen hat. Generell hätte mich aber meine Familie als Nachfolger auf dem Bau gerne gesehen, ja. Aber ich wollte daraus nicht unbedingt einen Broterwerb machen. Da war ich froh, Sven kennen gelernt zu haben, der mich aus diesem Sumpf rausgerissen hat *lacht*.

Was inspiriert euch, oder ist die Baustelle die einzige Quelle, die euch inspiriert?

Sven: Das ist ja ein sehr weitläufiges Thema. Zuerst war es wirklich nur die Baustelle und die Sachen, die uns der Onkel von Lance so erzählt hat – was da alles so passiert und was es so für Maschinen und Abläufe gibt. Auch die ganzen Bauunfälle, die ja auf dem neuen Album eine Rolle spielen, sind eigentlich schon unsere Inspirationsquelle. Das kann man schon so sagen, ja.

Euer Stil ist ja bunt gemischt und sehr vielseitig. Wie würdet ihr ihn selbst beschreiben?

Lance: Na ja, wir haben von Vornherein immer darauf Wert gelegt und immer unsere Musik auch von Anfang an schon selbst beschrieben, weil die Fragen natürlich immer aufkommen. Also wir haben 2001 mit „Ambient für Turmdrehkranführer“ angefangen. Dann haben wir uns langsam in den „Elektro für Baustellenoffiziere“ hineingesteigert und danach Club-Tracks für Elektroinstallateure gemacht. Da aber jedes Genre und jede Musikrichtung auf Dauer langweilig wird, haben wir uns jetzt einfach dem Rohrleger-Genre verschrieben und machen jetzt einfach mal Popmusik. Sozusagen ist alles in den letzten neun Jahren, seitdem es Patenbrigade gibt, abgearbeitet worden.

Habt ihr einen einheitlichen Namen für euren Stil parat, oder macht ihr einfach Abstecher in jedes Genre alle paar Jahre?

Sven: Ja, würde ich schon sagen, da es doch zu verschieden ist. Die drei Bereiche, die Lance gerade genannt hat, sind schon die Etappen, die wir bis jetzt durchlaufen haben.
Lance: Und sie spiegeln eigentlich auch sehr unseren musikalischen Stil wider. Jetzt momentan hören die Leute immer noch Mainstream heraus, aber Mainstream ist für uns ja Elektro, Ambient und Popmusik zusammen.

Habt ihr denn musikalische Vorbilder? Wenn ja, inwieweit beeinflussen die euren Stil?

Sven: Natürlich haben wir auch Vorbilder, hauptsächlich aus dem elektronischen Bereich. Kraftwerk ganz klar, zum Beispiel. Gerade beim letzten Album ist auch sehr viel Schiller rauszuhören. Delirium ist auch eins.
Lance: Manche sagen sogar: Jean Michel Jarre. Den finde ich jetzt persönlich auch ganz gut. Und natürlich bleibt ja nicht außen vor: Depeche Mode. Das hört man nicht so offensichtlich raus, aber das ist eine Band, die uns natürlich sehr geprägt hat.

Außer dem Thema Baustelle behandelt ihr ja auch den Themenschwerpunkt DDR. Könnt ihr uns etwas dazu sagen?

Sven: Dazu kamen wir bei unseren Recherchen auf der Baustelle. Ein älterer Arbeiter fing mal an, davon zu erzählen, was die Bauarbeiter früher in der DDR so gemacht haben. Dabei kam das Gespräch auch auf die Arbeiteraufstände 1953 in Ostberlin. Die Arbeiter sind auf die Straße gegangen und sagten, sie wollen ein anderes System. Das alles ging von einer Baustelle auf der Stalinallee aus. Da habe ich mir gedacht, das ist ja ein super Thema für uns, das passt perfekt. Ich hab das weiter recherchiert und von da aus kamen wir dann auf das ganze DDR-Thema mit Stasi und allem, was dazu gehört. Und ich finde immer noch, dass das sehr gut zu uns passt. Wir haben das ja auch selbst – nicht im extremen Ausmaß – noch miterlebt und wissen auch, worum es da geht.

Wenn wir bei dem Thema sind: Vor 20 Jahren war der Mauerfall. Welche Erinnerungen habt ihr daran?

Lance: Ich war erstmal sauer, dass ich kein Begrüßungsgeld abbekommen habe. Das hat meine Mutter für mich verwertet. Ich hab ein paar Bananen und ein Überraschungs-Ei bekommen. Das ist eigentlich die schlimmste Erinnerung, die ich daran habe. Und außerdem weiß ich noch, wie ich an der Glienicker Brücke gestanden und auf meinen Kumpel gewartet habe. Der war zwei Jahre älter und durfte schon rüber. Ich hab dann drei, vier Stunden gewartet, bis er wiederkam und mir auch was mitgebracht hatte. Das sind so meine Erinnerungen.
Sven: Ja und ich hatte gerade meinen Ausweis bekommen und durfte dann auch sofort rüber. Ich hab auch sofort die 100 Mark einstecken dürfen und die dann komplett in Platten umgelegt.

Zurück in die Gegenwart: Am 09.11. war der 20. Jahrestag des Mauerfalls. Wie denkt ihr heute darüber?

Lance: Na, heute denke ich so darüber, dass ich damals hätte mitkommen sollen. *lacht*
Aber um ehrlich zu sein, denke ich nicht mehr darüber nach. Ich bin froh, dass es passiert ist und dass es auch im richtigen Alter passiert ist. Ich war damals gerade 12. Somit habe ich geistig zwar die DDR mitbekommen, aber auch im richtigen Alter den Absprung geschafft. Nach 20 Jahren bin ich auch immer noch dankbar, dass wir das so hinbekommen haben, dass sich alles friedlich gelöst hat. So wie ich mich heute als Person einschätze, wäre ich heute irgendwo in Bautzen oder hätte zumindest versucht, abzuhauen. Aber ich bin froh, dass heute alles so ist, wie es jetzt gerade ist.
Sven: Dem hab ich nichts hinzuzufügen.

Ihr habt ja bis zum Release eures 5. Studioalbums den gesamten Back-Katalog zum kostenlosen Download zur Verfügung gestellt. Welche Idee steckte dahinter?

Sven: Da steckt eigentlich mehr eine Einstellung dahinter. Ich zumindest bin der Meinung, dass Musik an sich nicht bezahlt werden sollte. Früher war es ja so, dass man Musik nur auf irgendwelchen Tonträgern weitergeben konnte. Jetzt durch das Medium Internet braucht man keinen Tonträger mehr. Man hat auch keine Kosten mehr dafür, die Musik zu verteilen. Deshalb finde ich, soll Jeder, der unsere Musik hören möchte, dies auch tun und die auch weitergeben. Mich als Musiker freut es natürlich, wenn sich Leute damit beschäftigen. Da soll auch deswegen keiner kriminalisiert werden oder ein schlechtes Gewissen haben. Die Leute sollen einfach die Musik hören und die schön finden oder auch nicht.
Als ich `91/ `92 angefangen habe, Musik zu machen, hätte man sonst was für die Möglichkeit gegeben, so etwas wie das Internet zu haben. Damals war man einfach scharf darauf, ein Label zu kriegen. Nicht, weil man sich dumm und dämlich verdienen will, sondern weil es die einzige Möglichkeit war, Musik bekannt zu machen. Jetzt haben wir diese Möglichkeit. Viele Leute vergessen aber völlig, worum es eigentlich geht und sind nur scharf darauf, möglichst viel Geld zu verdienen. Ich finde aber, die Leute sollten sich darauf besinnen, worum es eigentlich geht. Das drücken wir halt damit aus, indem wir sagen: Die Leute können sich alles bei uns runterladen, können die Musik hören und wir freuen uns drüber.
Lance: Aber nur noch für eine unbestimmte Zeit! *lacht*

Danach muss man euch wieder zu kaufen?

Lance: Na ja, mal schauen, wie das Label dazu steht.

Euer neues Album nennt sich ja „Baustoff – Popmusik für Rohrleger“. Gibt es bei den Tracks so etwas wie einen roten Faden?

Sven: Der rote Faden ist eigentlich die Benecke-Tracks, wo unser „Betriebs-Arzt“ Dr. Mark Benecke Bauunfälle vorliest. Die haben sich auch in der Realität tatsächlich so zugetragen. Diese Tracks halten das Album praktisch zusammen. Das wäre also der rote Faden, der sich durch das Album zieht, während die Tracks mit den Gastsängern ja ein bisschen „vom Schuss ab“ sind. Wir haben ihnen bei den Texten freie Hand gelassen und sagten: „Singt, was euch beschäftigt.“ Das haben sie auch gemacht, sodass diese Tracks nicht ganz so zu dem Thema passen, das wir sonst behandeln. Die Benecke-Tracks bringen da wieder eine Linie rein.

Ihr habt ja sehr viele Gastsänger eingeladen. Wie seid ihr auf die Leute gekommen?

Sven: Ganz unterschiedlich. Leute wie André Hartung, Antje Dieckmann und Julia Beyer kennen wir persönlich. Da beschäftigt man sich halt auch mit deren Musik und überlegt, dass würde ganz gut passen. Wir haben sie dann gefragt, ob sie mitmachen würden und sie haben sofort zugesagt. Andere, wie z. B. Antje Schulz – das ist meine persönliche Lieblingssängerin – mussten wir natürlich auch fragen. Ich bin Chandeen Fan seit dem ersten Album. Nadine Stelzer hat ja damals bei In Strict Confidence mitgesungen. Danach hat man nicht mehr soviel von ihr gehört. Wir haben sie irgendwie wieder ausfindig gemacht und sie war auch gerne sofort dabei.

Und wie kam der Kontakt zu Dr. Mark Benecke zustande?

Lance: Der ist schon immer ein großer Fan uns gewesen. Das sagt er ja auch überall, wo er nur kann. Vor ein paar Jahren hat er bei uns was im Shop bestellt, das war nicht wenig. Da hatten wir den Namen dann schon mal gelesen. Er ist ja auch Moderator bei „Radio Eins“. Dort hat er uns auch öfter gespielt und uns direkt darüber informiert. Das fanden wir natürlich sehr gut. Über den Kontakt zu Sarah Noxx – weil die  beiden sich auch kennen – kam er dann zu uns ins Studio und sagte: „So, jetzt bin ich schon mal da. Jetzt müssen wir auch mal ein Album zusammen machen.“ Also er ist einfach großer Fan und findet Typen wie uns cool. Wir finden ihn auch cool, also passte das super.

Ihr habt ja gerade erwähnt, dass ihr den Gastsängern so ziemlich freie Hand gelassen habt. Könnt ihr uns trotzdem ein kurzes Statement zu den einzelnen Songs geben?

Sven: Können wir probieren, klar.

Für den Anfang nehme ich einmal den Song „Das Kraftfeld“, den André Hartung singt. Der Track hat einen ziemlich interessanten Text. Könnt ihr uns was dazu sagen?

Sven: Wie gesagt, die Texte haben die Sänger alle selbst gemacht. Als er mir das vorgesungen hatte, habe ich überhaupt nicht verstanden, worum es eigentlich geht *lacht*. Nachdem er es mir erklärt hatte, fand ich es dann eigentlich ganz interessant. Also es geht um eine Science Fiction Vision, in der die Reste der Menschheit in einem Raumschiff unterwegs sind und gar nicht mehr so genau wissen, warum sie eigentlich unterwegs sind und dass die Erde kaputt ist. Sie sitzen alle auf ihren gepackten Koffern, fliegen durch die Gegend und sind völlig planlos.

„Fehler 404“ feat. Stefan Leukert...

Sven: Da kann ich zum Text nicht soviel sagen. Da fällt mir nur ein, dass es der letzte Track war, den ich für das Album gemacht hatten. Mit meiner alten Band „Golden Apes“ hatten wir einmal ein Konzert mit Stefans Band „Decades“ zusammen. Ich kannte ihn vorher schon persönlich, hatte aber nie gewusst, was er eigentlich für Musik macht. Dann habe ich ihn gehört, fand seine Stimme toll und habe ihm einen Track gemacht, von dem ich dachte, dass seine Stimme gut dazupasst. Er fand das auch super und so ist das Ganze dann entstanden.

Dann hab ich noch „Voyage“ mit Antje Dieckmann...

Sven: Das war einer der ersten Tracks, die ich für das Album gemacht habe. Antje Dieckmann kenne ich ja nun sehr gut und wollte mal ausprobieren, wie es wirkt, ihre Stimme zu so einem elektronischen Track zu hören. Sie macht ja eigentlich Lesungen und singt Chansons mit Gitarrenbegleitung. Das ist ja was völlig Anderes.
Lance: Der Song ist sogar für eine Auskopplung angedacht. Ein Cover gibt es schon. *lacht*. Jetzt arbeiten wir noch an ein, zwei Mixen und dann wird es auch noch als Single rauskommen.

Im Mai 2008 wählte der deutsche TV-Sender Pro 7 euer Album „Demokratischer Sektor“ zu den Top 16 Neuerscheinungen des Monats. Wie kam es dazu und wie war das für euch?

Lance: Wie es dazu kam, wissen wir nicht. Die haben einfach unser Album bekommen, sich das angehört und dann wahrscheinlich gesagt: Das ist ja so krass und anders, als die anderen Sachen, die wir so bringen, das müssen wir einfach mit rein nehmen. Also wir haben danach kein Interview mit den Machern von der Pro 7 Sendereihe geführt. Die haben uns einfach den Link zugeschickt nach dem Motto „Hier guckt mal, wir haben das gemacht“. Da war sogar auch noch eine Kontonummer bei, die ich aber nicht bedient habe. *lacht*
Darüber haben wir uns aber natürlich gefreut. Ich meine, im Monat kommen vielleicht so um die 1500 Platten raus und wenn Pro 7 16 daraus auswählt und wir darunter sind, ist das schön. Dazu muss man sagen, dass es aber auch nur auf der Webseite war und wir nicht in den Nachrichten waren oder unser Album bei Gallileo mystisch auseinander genommen wurde.
Aber unser Label weiß immer, solche Sachen gut auszuschlachten und für uns war das natürlich gut. Pro 7 sieht immer gut aus – auf dem Briefpapier oder in den Referenzen.
Ziel ist jetzt, in die Top 8 der Pro 7 Neuerscheinungen zu kommen und irgendwann einmal auch bei dem Bundesvision Songcontest zu spielen.

Was macht ihr eigentlich neben Patenbrigade: Wolff, oder seid ihr Vollzeitmusiker?

Lance: Also wir sind sozusagen „Recherchisten“ *lacht*. Ich habe gestern sechs Pakete angenommen und dazu kann ich jetzt mal eine kleine Geschichte erzählen. Als ich die Pakete von DHL angenommen habe, kommt meine Nachbarin raus und fragt: „Was machen sie hier eigentlich; Was nehmen sie an; Was ist denn da drin?“ *lacht*. Ich hab gesagt: „Da sind so Hefte drin.“ – „Und was machen Sie; Was soll das Alles?“ – „Na ja, ich bin ääh.. Überlebenskünstler.“ – „Ah, Überlebenskünstler“ sagt sie; „Davon hab ich schon mal gehört. Das soll nicht schlecht sein.“ Ja, dann hab ich erklärt, was ein Überlebenskünstler so alles macht, also alles eigentlich; Hauptsache, er überlebt. In dem Sinne bin ich halt so ein Allesmacher und versuche, damit über die Runden zu kommen. Zum Beispiel Barkeepen, Kellnern, aber auch andere Bands unterstützen, Magazine basteln, usw. Das mache ich, sogar Vollzeit.
Sven: Ich bin Vollzeitmusiker.

Jetzt hatten wir ja das Vergnügen, euch auf der Releaseparty am 12.12.2009 im Berliner K17 sehen zu dürfen. Für alle, die euch aber nicht live sehen können; beschreibt doch mal, wie man sich euch live vorstellen kann.

Sven: Generell versuchen wir schon, eine Großbaustelle, nicht nur musikalisch, sondern auch optisch auf die Bühne zu bringen. Das heißt, dass Lance und ich als Baustellen-Chefs an den Instrumenten agieren und noch zwei, drei Azubis da sind, die die niederen Arbeiten für uns verrichten müssen. Ein bis zwei Gastsänger haben wir auch immer dabei. Wir versuchen auch, diese Vielfalt, die wir in unserer Musik haben – also von den Ambient-, über die Club-Tracks bis hin zu Popmusik – auch so auf der Bühne umzusetzen, sodass es nicht langweilig wird. Ich finde, bei manchen Konzerten, die ich so besuche, da geht es zwar ganz gut los, aber dann passiert auch nichts mehr. Die Musik bleibt gleich, die Show bleibt gleich. Das wollen wir nicht. Wir wollen halt, dass auf der Bühne immer etwas los ist.

Habt ihr Pläne für 2010?

Lance: Da können wir noch gar nicht so viel zu sagen. Wir sind immer noch dabei, das Album zu promoten und sind erst einmal allein damit beschäftigt. Das wird wohl auch noch bis Februar so gehen. Und dann bestimmen ja meistens unsere Fans immer, wie es weiter geht, indem immer Fragen kommen, wie es denn weiter geht und auch Vorschläge, was wir machen könnten. So entscheiden wir meistens den Fans zuliebe, welche Songs wir wie auskoppeln. So schnell wird aber erstmal kein neues Album mehr kommen. Wir werden jetzt erst einmal viel live spielen und das Album promoten. Und dann mal schauen, welche Kooperationen noch so entstehen.

Das war auch meine letzte Frage. Wollt ihr noch irgendwas loswerden?

Lance: Eigentlich nicht, außer dass ich froh bin, Sven kennen gelernt zu haben, mit ihm erfolgreich das Jahr 2009 beenden können zu haben und genauso erfolgreich in das neue Jahr gestartet zu sein. Das ist mein Schlussplädoyer und jetzt dürfen die Geschworenen entscheiden *lacht*.

P:W @ MySpace

http://www.myspace.com/patenbrigadewolff

P:W @ www

http://www.patenbrigade.com


by PromoFabrik – Dezember 2009
Interview & Text: Astrid Kerber





SOS-Radio.net ist bei der GEMA und GVL registriert und damit ein offizieller Internetsender




Archiv  








.:: Juli 2010: Interview mit SAM
Interview mit SAM - zum neuen Album ''Brainwasher''





.:: Juli 2010: Interview mit [x]-RX
Interview mit [x]-RX - zum neuen Album ''Update 3.0''





.:: Juli 2010: Interview mit statiCViolence
Interview mit statiCViolence - zum neuen Album ''Auf die Fresse?''





.:: Juni 2010: Interview mit Das Präparat
Interview mit Das Präparat - zum neuen Album ''Unschuldsblicke''





.:: Juni 2010: Interview mit Front Line Assembly
Interview mit Front Line Assembly - zum neuen Album ''Improvised Electronic Device''





.:: Juni 2010: Interview mit Klangstabil
Interview mit Klangstabil - ein ganz vertrautes Gespräch zum neuen Album ''Vertraut''





.:: Juni 2010: Interview mit ESC
Interview mit ESC - zum neuen Album ''Eight Thousand Square Feet''





.:: Juni 2010: Interview mit Solemn Novena
Interview mit Solemn Novena - zum neuen Album ''Kiss the Girls''





.:: Mai 2010: Interview mit Septron
Interview mit Septron - zum neuen Album ''Wuterguss''





.:: Mai 2010: Interview mit Attention System
Interview mit Attention System - zum neuen Album ''Wait for my Signal''





.:: Mai 2010: Interview Girls on Film
Interview mit Girls on Film - zum neuen Album ''Mental Image''





.:: Mai 2010: Interview Mundtot
Interview mit Mundtot - zum neuen Album ''Endzeit''





.:: April 2010: Interview Alter der Ruine
Interview mit Alter der Ruine - zum neuen Album ''This is why we cant have nice Things''





.:: April 2010: Interview b.o.s.c.h.
Interview mit b.o.s.c.h. - zum neuen Album ''Einsam''





.:: April 2010: Interview Absurd Minds
Interview mit Absurd Minds - zum neuen Album ''Serve of Suffer''





.:: April 2010: Interview Noisuf-X
Interview mit Noisuf-X - zum neuen Album ''Excessive Exposure''





.:: April 2010: Amphi Festival
Vorbericht zum Amphi Festival 2010 in Köln





.:: April 2010: Interview 6ct Humour
Interview mit 6ct Humour - zum neuen Album ''iHuman''





.:: März 2010: Interview Prospective
Interview mit Prospective - zum neuen Album ''Perfect Evolution of Humanity''





.:: März 2010: Interview Porn
Interview mit Porn - zum neuen Album ''A Decade of Glitter and Danger''





.:: März 2010: Interview Mantus
Interview mit Mantus - zum neuen Album ''Demut''





.:: März 2010: Interview Mekanik Disorder
Interview mit Mekanik Disorder - zum neuen Album ''Cold and Strong''





.:: März 2010: Interview Zeromancer
Interview mit Zeromancer - zum neuen Album ''The Death of Romance''





.:: März 2010: Interview newZEROgod
Interview mit newZEROgod - zum neuen Album ''Fun is a 4 Letter Word''





.:: Februar 2010: Interview Psyborg Corp
Interview mit Psyborg Corp - zum Debütalbum ''The Mechanical Renaissance''





.:: Februar 2010: Interview Autodafeh
Interview mit Autodafeh - zum neuen Album ''Unknown Identities''





.:: Februar 2010: Interview Sante hates you
Interview mit Sante hates you - zum neuen Album ''Crucifix Powerbomb''





.:: Februar 2010: Interview In Strict Confidence
Interview mit In Strict Confidence - zum neuen Album ''La Parade Monstrueuse''





.:: Februar 2010: Interview Hioctan
Interview mit Hioctan - zum neuen Album ''Under Control''





.:: Januar 2010: Interview NTRSN
Interview mit NTRSN - zum neuen Album ''People like Gods''





.:: Januar 2010: Interview Ionic Vision
Interview mit Ionic Vision - zum neuen Album ''Complete Isolation''





.:: Januar 2010: Interview Pulcher Femina
Interview mit Pulcher Femina - zum neuen Album ''Darkness Prevails''





.:: Januar 2010: Interview Nitzer Ebb
Interview mit Nitzer Ebb - zum neuesn Album ''Industrial Complex''





.:: Januar 2010: Interview Nachtmahr
Interview mit Nachtmahr - zur neuen EP ''Mädchen in Uniform''





.:: Januar 2010: Interview Vanessa
Interview mit Vanessa - zum neuen Album ''Ave Agony''





.:: Dezember 2009: Interview Patenbrigade Wolff
Interview mit Patenbrigade Wolff - zum neuen Album ''Baustoff - Popmusik für Rohrleger''





.:: November 2009: Interview Mesh
Interview mit Mesh - Phoner zum neuen Album ''A perfect Solution''





.:: November 2009: Interview Neotek
Interview mit Neotek - Mailer zum neuen Album ''Sex, Murder & Rock'n'Roll''





.:: November 2009: Interview Battle Scream
Interview mit Battle Scream - Mailer zum neuen Album ''Suffering vs Salvation''





.:: November 2009: Interview In Strict Confidence
Interview mit In Strict Confidence - zur neuen EP ''My Despair'' und Aussichten auf das kommende Album





.:: November 2009: Interview Santa hates you
Interview mit Santa hates you - Skype Session zur neuen EP ''Rocket Heart''





.:: November 2009: Interview Die Perlen
Interview mit den Perlen - E-Mailer zum aktuellen Album ''Zehn''





.:: November 2009: Interview Rotersand
Interview mit Rotersand - Phoner zum aktuellen Album ''Random is Resistance''





.:: November 2009: Interview Eurocide
Interview mit Eurocide - Mailer zum Album ''Regen aus Asche''





.:: Oktober 2009: Interview EXT!ZE
Interview mit EXT!ZE - Mailer zum Debüt Album ''FallOut Nation''





.:: Oktober 2009: Interview Oniric
Interview mit Oniric - Mailer zum Album ''Caberet Syndrome''





.:: Oktober 2009: Interview Dexy Corp_
Interview mit Dexy Corp_ - Mailer zum Album ''Fragmentation''





.:: Oktober 2009: Interview KiloWatts & Vanek
Interview mit KiloWatts & Vanek - Mailer zum Album ''Focus and Flow''





.:: Oktober 2009: Interview Novakill
Interview mit Novakill - Mailer zum Album ''I hate God''





.:: Oktober 2009: Interview Future Trail
Interview mit Future Trail - Mailer zum Album ''Breaking New Ground''





.:: September 2009: Interview Camping im Keller
Interview mit Camping im Keller - Mailer zum Debütalbum ''Am Puls der Zeit''





.:: September 2009: Interview ASP
Interview mit ASP- Face to Face zur aktuellen EP ''Wer sonst? / Im Märchenwald''





.:: September 2009: Interview Thomas Sabottka
Interview mit Thomas Sabottka - über das aktuelle Hörbuch ''Rock n Roll Stories''





.:: September 2009: Interview Autodafeh
Interview mit Autodafeh - Mailer zur aktuellen EP ''re: lectro''





.:: September 2009: Interview Informatik
Interview mit Informatik - Mailer zur aktuellen CD ''Arena''





.:: September 2009: Interview Noblesse Oblige
Interview mit Noblesse Oblige - Mailer zum neuen Album 'Privilege Entails Responsibility''





.:: August 2009: Interview Perfidious Worlds
Interview mit Perfidious Words - Face to Face zum neuen Album ''Feel like me''





.:: August 2009: Interview Akanoid
Interview mit Akanoid - Mailer zum aktuellen Album ''Civil Demon''





.:: August 2009: Interview Clan of Xymox
Interview mit Clan of Xymox - Mailer zum aktuellen Album ''In Love we trust''