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.:: Text Interview
mit SAM
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Artist: SAM
Interview:
zum neuen Album "Brainwasher''
Astrid und Dietmar quetschen Daniel vom Kasseler Projekt SAM über
das neue Album "Brainwasher" aus. Was Daniel Myer und Daniel Meyer mit
SAM zu tun haben, was es mit den Remixen und der MayDay auf sich hat,
könnt ihr im folgenden Interview nachlesen.
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Hallo Daniel. Nun
ist euer drittes Album draußen, wie geht es euch nach der
Produktionsphase und wie schnell war die Scheibe im Kasten?
Daniel: Also die Produktionsphase war ja schon
vor über 3 Monaten beendet. Die Hauptarbeit steckt meistens in dem
ganzen Online-Bereich, Promotion, Artworks, Fotosessions,
Druckvorbereitungen etc. pp.
Nur
die Musikproduktion hat insgesamt 2 Monate gedauert. Aber die Ideen
für die Tracks zusammen zu stellen hat schon vor über einem
Jahr begonnen.
In der Presse-Info
zum Album wird behauptet, SAM dürfe bei keiner Autobahnfahrt mit
200 km/h fehlen. Läuft man da als Hörer nicht Gefahr, die
Hauptrolle in der nächsten Folge „Schneller als die Polizei
erlaubt“ zu spielen?
Daniel: Ach wir schätzen unsere Fans, sehen
das auch mit einem Augenzwinkern. Wir haben häufig von Fans das
Feedback gehört, dass sich die Musik hervorragend zum Autofahren
eignet – diese Aussage haben wir dann etwas überspitzt in den
Pressetext übernommen.
Wie würdet ihr
eure eigene Entwicklung vom Debüt-Album „Synthetic Adrenaline
Music“ bis zu „Brainwasher“ beschreiben?
Daniel: Unser erstes Album „Synthetik Adrenaline
Music“ war eher zufällig beim Experimentieren entstanden. Damals
musste man erst noch lernen, wie man bestimmte Klangerzeuger und
Effekte programmieren musste, um bestimmte Ergebnisse zu erzielen. Bei
Brainwasher war man so weit entwickelt, dass es im Prinzip nur noch
darum ging, gute Ideen zu entwickeln. Das Produzieren der Tracks war
keine so große Herausforderung mehr.
Euer drittes Album
hört auf den Titel „Brainwasher“, also Gehirnwäsche.
Eine klare Ansage an
eure Fangemeinde?
Daniel: Diesmal hat unser Album tatsächlich
eine klare Aussage: „Wir waschen Euch die Köpfe“. Wir wollten ein
Album machen, dass als Gegenpol zur alltäglichen und unbemerkten
Gehirnwäsche steht. Die Zielgruppe wird von uns konditioniert.
Das Album beginnt
gleich mit dem Opener „Warning“, in dem ihr ausdrücklich vor
Gehirnschäden beim Konsum dieser CD „warnt“ und zum stoppen der
Disk auffordert. Jeder, der eurem Rat folgt, ist doch selber Schuld,
oder?
Daniel: Diese Warnung mussten wir aus rechtlichen
Gründen abspielen, da es in der Tat zu
Bewusstseinsveränderung und evtl. Nervenschäden kommen kann.
Dies ist das Ziel dieses Albums, darum wollten wir den Hörer
zumindest vorher gewarnt haben!
„Bull Fucking Shit“
wurde ja bereits im Vorfeld des Albums zum Clubhit. Was macht den
Erfolg speziell dieses Stückes auf den Dancefloors aus?
Daniel: Es ist simpel und einprägsam... Die
Leute können zu diesem Track einfach mit schreien und ausrasten.
Außerdem schätzen wir, dass das überdurchschnittlich
schnelle Tempo auch ein Faktor ist.
Wenn man Google mal
nach dem Titel des letzten Songs „MKSearch“ befragt, bekommt man als
Antwort, dass dies ein „Entwicklungsprojekt für eine Metadata
Suchmaschine“ sei. Welche Idee steckt bei euch dahinter?
Daniel: MKSEARCH ist die Weiterentwicklung des
MKULTRA Versuchsprojektes. Es handelt sich dabei um Methoden zur
Gedankenkontrolle. Wir haben einige dieser Techniken in diesem Song
angewandt, deshalb fanden wir den Namen ganz passend.
Gibt es im Hause
„Meyer“ eigentlich auch mal Familienstreitigkeiten bei der Produktion
eines Albums oder hinter der Bühne?
Daniel: Nein, zum Glück sind wir uns beim
Thema Musik sehr einig in welche Richtung es gehen soll. Wir hören
uns die Tracks zusammen an und überlegen gemeinsam, was wir noch
verbessern können.
Daniel, wurdest du
eigentlich schon mal mit einem gewissen anderen Daniel Myer verwechselt?
Daniel: Ja manchmal kommt das schon vor. Aber das
Problem liegt einfach auch darin, dass der Name „Daniel Meyer“ im
Prinzip ein Allerweltsname ist. Allein in Kassel haben wir davon schon
mehrere. Dazu kam noch, dass ich vor etwas längerer Zeit ein paar
Demo-Songs die nichts mit SAM zu tun hatten auf MySpace hochgeladen
hatte und diese aus Zeitmangel einfach Selftitled gelassen hatte. Dies
hatte etwas zu Verwirrung geführt.
Ihr habt schon viele
Remixe für namhafte Künstler und Bands wie Reaper oder
[:SITD:] gemacht. Welches war euer Lieblingstrack, den ihr neu durch
den Mixer gejagt habt?
Daniel: Wir finden der beste Track, den wir bis
jetzt gemixt haben, ist „Fail“ von „Everything goes cold“. Der Remix
ist ein Mix aus Electro mit Metal-Gitarren gemischt. Aber
natürlich mögen wir auch unsere anderen Remixe. Besonders
Spaß hat auch der „Rot“ Remix von [:SITD:] gemacht.
Der „Markt“
elektronischer Dancefloor-Musik ist momentan ziemlich
übersättigt. Wie seht ihr eure Stellung in diesem Genre?
Daniel: Es gibt zwar eine große Auswahl an
elektronischer Musik auf dem Markt, doch leider oft nichts Neues. Wir
versuchen unsere Zuhörer mit neuartigen Sounds und Ideen zu
versorgen. Das läuft bis jetzt ganz gut.
Wie denkt ihr, wird
sich die Clubszene in den nächsten Jahren entwickeln?
Daniel: Hm, gute Frage. Wir finden, dass sich die
Clubszene, besonders im Industrial/Dark-Electro Bereich, leider fast
gar nicht weiterentwickelt hat. Viele Songs haben noch immer genau das
selbe Schema, wie als wir diese Musik zum ersten Mal gehört
hatten. Das ist sehr schade... wohl aus diesem Grund hören wir
privat eigentlich ausschließlich andere Musik.
Eure Musik klingt
streckenweise „technoid“. Könntet ihr euch vorstellen, dass eure
Songs auch auf Techno-Parties, der MayDay oder ähnlichen
Veranstaltungen laufen?
Daniel: Natürlich, das wäre ein
Kompliment und würde zeigen, dass unsere Musik unterschiedliche
Schichten an Hörern erreicht. Wir haben auch nie den Anspruch
erhoben in eine bestimmte Szene zu gehören.
Ihr habt ja schon im
Vorprogramm diverser Bands, wie z.B. Combichrist gespielt. Gibt es eine
andere Band auf eurer Wunschliste, die ihr gerne einmal begleiten
möchtet?
Daniel: Eigentlich haben wir bisher jede Band
schon begleitet, die wir begleiten wollten. Wirklich. Natürlich
würde man mit manchen Bands gerne noch mehr in Zukunft machen,
daran arbeiten wir auch schon. Es macht Spaß unter Musikern und
Gleichgesinnten zu sein, außerdem sind die Menschen von denen man
erwartet, dass sie arrogant wären, es nicht mal.
Wo bekommen wir euch
denn dieses Jahr noch live zu sehen?
Daniel: Die Bookings für dieses Jahr laufen
noch, aber fest steht eine Performance in Frankfurt auf dem Highvoltage
Festival und in Utrecht auf dem Summer Darkness Festival, welches ein
exklusiver Niederlande Auftritt werden wird.
Gemäß
eurer bisherigen Diskographie müsste das nächste Album 2012
erscheinen…
Daniel: Wenn wir den bisherigen Zyklus einhalten
wollten, ja. Aber wir legen uns da nicht fest, es kommt halt, wenn es
kommt.
Die letzten Worte
gehören euch:
Daniel: Wir möchten uns gerne bei unseren
Fans bedanken, die uns den Antrieb für SAM geben!
SAM @ Myspace:

http://www.myspace.com/projectsam
©
PromoFabrik - Juli 2010
Interview:
Dietmar Fels & Astrid Kerber
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