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.:: Text Interview
In Strict Confidence
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Artist: In Strict Confidence
Interview: zur neuen EP "My Despair" und
Aussichten auf das kommende Album
Seit dem letzten Longplayer sind
viele Monate verstrichen. Nun folgte
mit der EP “My Despair” und dem passenden Video ein Lebenszeichen aus
dem Hause In Strict Confidence. Was uns Dennis darüber zu
berichten hat
und was es schon über das lang erwartete Album zu verraten gibt,
könnt
ihr im folgenden Interview nachlesen….
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Hallo Dennis,
drei Jahre hat man von In Strict Confidence nichts mehr gehört.
Das
letzte Album von euch ist im Mai 2006 erschienen. Was habt ihr denn in
dieser künstlerischen Schaffenspause gemacht?
Dennis: (lacht)
Gute Frage. Bis das neue Album erscheinen wird, werden sogar
vier Jahre vergangen sein. In erster Linie haben wir in dieser Zeit
natürlich Musik gemacht, aber warum es dann vier Jahre wurden? Das
haben wir uns auch gefragt. Zum einen deshalb, weil wir mehr Songs
produziert haben, als für die ganzen letzten Alben. Wir haben
schätzungsweise 20 Songs zusammen. Das heißt, dass wir
über das Album
hinaus noch ein bisschen Material bekommen haben, für Singles oder
schon in weiser Voraussicht für das darauf folgende Album. Das
soll
aber auf keinen Fall wieder vier Jahre dauern.
Wisst ihr schon,
wann das Album erscheinen soll?
Dennis: Ganz
grob gesagt wird es im März 2010 erscheinen. Nun ist die EP „My
Despair“ veröffentlicht und wir überlegen gerade, ob wir noch
eine
zweite Single vor das Album setzen.
Gibt es schon einen
Titel für das kommende Album?
Dennis: Der
Arbeitstitel, der so voraussichtlich auch für das Album
gewählt werden
wird, ist: „La Parade Monstrueuse“ – Die monströse Parade, im
wörtlich
übersetzten Sinne. Wir haben uns vom Artwork des Albums
inspirieren
lassen, welches eine dunkle und schräge Zirkus- oder
Kabaretwelt
widerspiegelt. Der französische Titel passte ganz gut dazu.
Eure neue
Single „My „Despair“ ist jetzt am 20.11.2009 erschienen. Wenn man das
übersetzt, bedeutet das ja „Meine Verzweiflung“. Das soll aber
kein
Ausdruck der Verzweiflung sein, dass jetzt schon vier Jahre seit dem
letzten Album vergangen sind, oder?
Dennis: (lacht)
Nein. Kurz vor der Albumveröffentlichung ist man eh nicht mehr
verzweifelt. Zwischendrin gab es natürlich Momente, wo wir
realisiert
haben, dass wir noch nicht einmal ansatzweise fertig waren, obwohl wir
es längst sein wollten. Aber da muss man einfach die Zähne
zusammen
beißen.
Ihr habt ja
für die Single einen moderneren Weg der Promotion eingeschlagen.
Vor
der Veröffentlichung des physikalischen Tonträgers gab es
eine
Videopremiere über MySpace. Sind solche Plattformen wie MySpace,
Twitter usw. für euch wichtig und arbeitet ihr viel mit diesen?
Dennis: Ja.
Wir haben uns erst lange Zeit dagegen gewehrt. Wir realisierten einfach
nicht, wie wichtig solche Plattformen für viele Leute sind. Also
haben
wir uns hinein finden müssen und mittlerweile sind wir
überall
vertreten, auf den Geschmack gekommen und merken auch, dass es gut
angenommen wird. Vor allem bei MySpace ist das Schöne daran, dass
man
auch einmal ein Feedback bekommt und das Gesicht dazu sieht. Das war ja
sonst immer recht schwierig.
Das Video bei
MySpace ist zensiert. Was hat das für einen Hintergrund?
Dennis: MySpace
basiert, wie die meisten Portale vom Server her, auf
amerikanischem Recht. Die amerikanische Gesellschaft akzeptiert das
Zeigen von Nacktheit nicht, zumindest ist das bei MySpace der Fall.
Daher wurde die nackte Brust von der Frau im Video etwas vom Licht
überstrahlt. Den Meisten fällt das gar nicht auf. Wir wollten
das etwas
dezenter machen, ohne schwarzen Balken. Also haben wir das grafisch
gelöst. Bei YouTube wird es, glaube ich, auch nicht so gerne
gesehen,
aber zumindest wird es dort geduldet. Ich denke, wenn wir das Ganze mit
Gewaltszenen voll gepackt hätten, dann hätten wir in Amerika
kein
Problem gehabt (lacht). Unsere Fans haben sicherlich kein Problem
damit, aber die alten Herren, die das Ganze finanzieren, wollten das
halt nicht sehen...ist Ihnen nicht zu verübeln, schliesslich
wollen wir
auch die Herren nicht nackt sehen, haha.
Wie waren denn die
ersten Reaktionen auf das Video?
Dennis: Sie
waren durchweg positiv. Das ist allerdings etwas schwierig zu
beurteilen, da natürlich das positive Feedback immer
überwiegt. Gerade
bei MySpace ist das der Fall, da die Leute dort nicht ganz so anonym
sind. In Foren ist das etwas anderes, da wird gerne anonym über
solche
Sachen hergezogen, aber damit muss man leben.
Ich werfe jetzt
einfach einmal zwei Namen in den Raum und du sagst mir etwas dazu.
Zunächst einmal: HayDee Sparks...
Dennis: HayDee
ist unsere „neue“ Gitarristin. Sie ist mittlerweile seit zwei
Jahren dabei. Ich habe wirklich lange suchen müssen. Ich wollte
immer
eine Frau an der Gitarre haben, einfach weil es etwas „exotischer“
wirkt. Die Gitarre ist meiner Meinung nach eher eine
Männerdomäne. Ich
fand HayDee über ein paar komische Zufälle und seitdem sind
wir mit ihr
auch recht glücklich. Sie hatte am Anfang etwas Bedenken, dass sie
nur
als Bühnen-Dekoration herhalten muss, aber sie kann wirklich
Gitarre
spielen! (lacht)
Der zweite Name ist:
Nina de Lianin...
Dennis: Das
ist unsere neue zweite Sängerin. Es ist also nicht so, dass Antje,
die
bisher dabei war, aussteigt oder „hinausgeworfen“ wird. Ich wollte
einfach wieder wie auf dem Album „Holy“ noch eine zweite Frauenstimme
integrieren. Auf Nina wurde ich über HayDee aufmerksam. Sie
wohnten
eine Zeit lang zusammen in Berlin. Nina kommt eigentlich aus Serbien
und hat dort schon recht viel Erfahrung im Musikbereich sammeln
können.
Mittlerweile hat sie schon über 1000 Auftritte gehabt, obwohl sie
erst
Anfang 20 ist. Eigentlich hat sie viel zu viel Erfahrung und ist
für
uns überqualifiziert (lacht). Nun sind wir aber vollständig.
Mit sechs
Bandmitgliedern wird es schon langsam schwierig, das alles unter einen
Hut zu bekommen. Nichtsdestotrotz habe ich jetzt das erste Mal das
Gefühl, dass alle Plätze besetzt sind.
Noch einmal
kurz zurück zu „My Despair“. Der Song klingt im Gegensatz zu den
alten
Sachen aus meiner Sicht poppiger. Auch in einer Rezension wurde der
Song als „Dunkle Popmusik“ bezeichnet. Siehst du bei euch auch im
Vergleich zu „Exile Paradise“ eine musikalische Veränderung?
Dennis: Im
Vergleich zu „Exile Paradise“ vielleicht nicht. Ich fand das Album
ebenfalls relativ poppig, auch wenn wir jetzt nicht die gängige
Popmusik als Vergleich nehmen können. Im Gegensatz zu
früheren Sachen
steckt vielleicht schon eine gewisse Leichtigkeit drin. Das soll jedoch
nicht stellvertretend für das kommende Album sein. Auf diesem sind
eher
ein paar Sachen drauf, die ungewöhnlich „hart“ sind.
In einem
alten Interview habe ich die Information gefunden, dass du früher
einmal beim Bodystyler-Magazin mitgewirkt hast. Das gibt es ja seit
Kurzem wieder, arbeitest du auch wieder mit?
Dennis: Nein.
Ich habe zu dem Herausgeber zwar immer noch gute
freundschaftliche Kontakte, aber ich arbeite nicht mehr bei diesem
Magazin.
Dafür wird es
dann wahrscheinlich Anfang des nächsten Jahres eine schöne
Karikatur von Dir geben.
Dennis: Ich hoffe. Das Magazin hebt sich einfach
ab, von daher muss man es einfach lieben.
Danke Dennis
für einige neue Informationen zu „My Despair“ und den schönen
Ausblick
auf das kommende Album. Ich wünsche dir ganz viel Glück, dass
sich
jetzt die Single und im nächsten Jahr dann auch das neue Album gut
verkaufen. In diesem Sinne alles Gute und bis demnächst.
Dennis: Vielen
Dank und dir auch alles Gute.
by PromoFabrik - November 2009
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